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Seminar: Die philosophische Frage nach Gott

Bachelor Philosophie, 2. Studienjahr, Kulturphilosophie

Zeit: Freitag, 10-12

Raum: HG, 1.070

Beginn: 13.04.2012

Seit den Anfängen der Philosophie wird nach einem letzten Grund der Wirklichkeit gefahndet. Eine breite philosophische Tradition identifiziert diesen letzten Grund mit Gott. Gottesbeweise sollen diese Identifikation argumentativ absichern. Parallel dazu entwickeln sich kritische Anfragen und Gegenbeweise. In diesem Seminar werden philosophische Gottesbeweise und ihre Kritik vorgestellt und diskutiert. Dies geschieht anhand folgender Autoren, deren Gottesbeweise und Gegenbeweise sich aufeinander beziehen (lassen): Anselm – Gaunilo / R. Descartes – I. Kant (das eine ontologische Argument), Thomas v. Aquin – M. Heidegger (ontotheologische Argumente), I. Kant – J.P. Sartre (moralisch-freiheitliche Argumente); W. Paley – Ch. Darwin / R. Dawkins (kosmologische Argumente), G. W. F. Hegel – L. Feuerbach (anthropologische Argumente), G. Marcel – E. Bloch (Argumente der Hoffnung), R. Swinburne – J.L. Mackie (Argumente der Theodizee), H. Küng – H. Albert (Argumente des Urvertrauens und gegen Letztbegründungen), Mose der Ägypter – J. Assmann / O. Marquard (Argumente der Wahrheit und Gewaltenteilung), D. Henrich – Wolf Singer / Gerhard Roth (subjekttheoretische und neurowissenschaftliche Argumente).


Literatur zur Einführung:
theistisch: Klaus MÜLLER, Gottes Dasein denken. Eine philosophische Gotteslehre für heute, Regensburg 2001;
religionskritisch: Norbert HOERSTER, Die Frage nach Gott, München 2005.

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