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Derridas Judentümer

Fr., 10 (c.t.) bis 12, KK Raum - Hauptgebäude, Kathrin M. Lagatie

Ist Jacques Derrida ein jüdischer Denker, steht er in einer jüdischen Tradition? Wenn wir diese Frage nicht historisch erörtern wollen, müssen wir zunächst einklammern, dass wir bereits wissen könnten, was es heißt ein Denker oder ein Jude zu sein und stattdessen erwägen, dass erst Derrida uns zeigt, was hier auf dem Spiel steht. Derridas Judentümer, das ist zunächst „mehr als ein“ Judentum, es sind „mindestens zwei“, denen wir im Seminar nach-denken wollen. Wir werden daher nichts weiter tun, als Derrida dort zu studieren, wo er seinen Text den Judentümern öffnet.

Dies geschieht, ein Mal, an der Schwelle zum Gedicht. Einer Schwelle an welcher der Code, die Entscheidung über Zugehörigkeit und Ausschluss, das Gesetz, die Unausprechlichkeit des Namens, die Möglichkeit von Philosophie überhaupt berühren. Oder sogar beschneiden?

Literatur:

Jacques Derrida: Schibboleth. Für Paul Celan. Hg. v. Peter Engelmann, aus d. Franz. v. Wolfgang Sebastian Baur. Wien: Passagen 1986.

Jacques Derrida: Abraham, der andere. In: „Judentümer“. Fragen für Jacques Derrida. Hg. v. Joseph Cohen u. Raphael Zagury-Orly, aus d. Franz. V. Ulrich Müller-Schöll. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 2006, S. 9-55.

Jacques Derrida: Zeugnis, Gabe. Gespräch mit Elisabeth Weber. In: Jüdisches Denken in Frankreich. Hg. und aus d. Franz. übersetzt v. Elisabeth Weber. Frankfurt a. M.: Jüdischer Verlag 1994, S. 63-90.

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