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John Leslie Mackie: The Miracle of Theism: Arguments For and Against the Existence of God

Di, 10 (c.t.) - 12 Uhr, Hauptgebäude - 3.088 Prof. Dr. Michael Schulz

Der aus Australien stammende Philosoph John Leslie Mackie (1917–1981), der in seinem Heimatland sowie in Neuseeland und England lehrte, gehört mit seinem 1982 erstmals erschienenen Werk The Miracle of Theism, Stuttgart 1985/ 2006 zu den scharfsinnig-brillanten Religionskritikern und Denkern eines atheistischen Humanismus. Laut Buch-Untertitel überprüft Mackie die Stichhaltigkeit der Argumente for and against the Existence of God. Er markiert Bruchstellen der klassischen Gottesbeweise (Anselm, Thomas v. Aquin, R. Descartes, R. Swinburne, I. Kant, J.H. Newman); er problematisiert die Theodizee-Entwürfe, die angesichts des Leidens von Tier und Mensch mit dem Hinweis auf den freien Willen des Menschen dennoch einen allmächtigen, allwissenden und gütigen Gott rechtfertigen wollen; er diskutiert das Phänomen religiöser Erfahrung und stellt sich die Frage nach den moralischen und angeblich nihilistischen Konsequenzen des Atheismus (H. Küng). Ähnlich wie D. Hume kommen Mackie Gottesglaube und Theismus wie ein unerklärliches Wunder vor, da doch die Argumente gegen Gottes Existenz überwiegen und trotzdem durchaus vernünftige Menschen von Gottes Realität überzeugt sind. Der Boom des Religiösen in der „postsäkularen“ Gegenwart mag dieses Wunder noch größer erscheinen lassen. Vertreter des neuen zeitgenössischen Atheismus (N. Hoerster, R. Dawkins, S. Harris, D. C. Dennett, V. J. Stenger, B. Gesang, ….) berufen sich entweder direkt auf Mackie oder stehen ihm konzeptionell nahe. Vertreter einer philosophischen Theologie setzen sich seiner Kritik zur Überprüfung des Geltungsanspruchs eigener Aussagen aus (F. Ricken, F. v. Kutschera, K. Müller, I. U. Dalferth, A. Kreiner, A. Loichinger u.a.). Im Seminar sollen die einschlägigen Abschnitte des Werkes besprochen werden sowie Befürworter und Kritiker der Überlegungen Mackies zu Wort kommen.

Literatur:
John Leslie Mackie, Das Wunder des Theismus. Argumente für und gegen die Existenz Gottes, Reclam: Stuttgart 1985/2006.
Friedo Ricken: Die Rationalität der Religion in der analytischen Philosophie: Swinburne, Mackie, Wittgenstein, in: Philosophisches Jahr 99 (1992) 287-306.
Patrick Weisser: Vom Unentschieden zur Entscheidung. Eine kritische Untersuchung der Frage nach der Existenz Gottes als Antwort auf J.L. Mackies The Miracle of Theism, Rom 1998.
Joelle Verreet: Die rationale Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes. Eine Abhandlung des kosmologischen Arguments bei Richard Swinburne und John Leslie Mackie, Münster 2006.

Anforderungen:
Studienleistung (unbenotet): Teilnahme an der gemeinsamen Lektüre des Buches von Mackie, Übernahme von Einführungen (Zusammenfassungen) in einzelne Kapitel oder Textabschnitte.

Leistungsnachweis:
Für das Modul Philosophiegeschichte II gilt:
Kernfach, Begleitfach, Lehramt:
Die Modulprüfung findet im Modul Philosophiegeschichte II am Ende des Sommersemesters als Klausur statt. Hierfür ist eine Anmeldung in der entsprechenden Anmeldephase (s. Semesterkalender) in Basis erforderlich.
Zulassungsvoraussetzung zur Modulprüfung ist, dass die insgesamt 12 Leistungspunkte des Moduls erbracht worden sind, also die Vorlesung des Wintersemesters; eine Übung des Wintersemester und ein Seminar des Sommersemesters mit den erforderlichen Studienleistungen (Testat zur Vorlesung, Studienleistung zur Übung und zu dem Seminar) erfolgreich absolviert worden sind. Die Modulprüfungsklausur setzt sich zusammen aus dem Stoff der Übungen (WiSe) und dem Stoff der Seminare (SoSe) des Moduls.

Zweifach:
Die Modulprüfung findet im Modul Philosophiegeschichte II am Ende des Sommersemesters als Klausur statt. Hierfür ist eine Anmeldung in der entsprechenden Anmeldephase (s. Semesterkalender) in Basis erforderlich.
Zulassungsvoraussetzung zur Modulprüfung ist, dass die Vorlesung des Wintersemesters besucht worden ist und ein Seminar des Sommersemesters mit den erforderlichen Studienleistungen erfolgreich absolviert worden ist.


Für das Modul Theoretische Philosophie gilt:
Im Kern- und Begleitfach, sowie Lehramts-BA:
Im Modul Theoretische Philosophie besteht die Modulprüfung in einer Hausarbeit, die zu einem der in dem Modul insgesamt drei zu besuchenden Seminare angefertigt wird.
Die Anmeldung der Hausarbeit erfolgt über BASIS im Semester der Abgabe. Melden Sie unbedingt erst dann die Hausarbeit an, wenn Vorabsprachen zum Thema mit Ihrem Prüfer/Betreuer stattgefunden haben. Beachten Sie die besonderen Anmeldezeiträume für Hausarbeitsprüfungen (siehe Semesterkalender). Sofort nach der Anmeldung drucken Sie das in BASIS für diese Prüfungsform bereitgestellte „Prüfungsformular für Hausarbeiten“ aus. Nach Fertigstellung der Arbeit legen Sie das Formular der Hausarbeit bei und reichen diese beim Prüfer fristgerecht ein. Abgabefrist für Hausarbeiten, die zu Seminaren eines Sommersemesters geschrieben werden, ist der 31. September.

Zweifach-BA:
Im Modul Theoretische Philosophie besteht die Modulprüfung in einer Hausarbeit, die zu einem der in dem Modul insgesamt zwei zu besuchenden Seminare angefertigt wird.
Die Anmeldung der Hausarbeit erfolgt über BASIS im Semester der Abgabe. Melden Sie unbedingt erst dann die Hausarbeit an, wenn Vorabsprachen zum Thema mit Ihrem Prüfer/Betreuer stattgefunden haben. Beachten Sie die besonderen Anmeldezeiträume für Hausarbeitsprüfungen (siehe Semesterkalender). Sofort nach der Anmeldung drucken Sie das in BASIS für diese Prüfungsform bereitgestellte „Prüfungsformular für Hausarbeiten“ aus. Nach Fertigstellung der Arbeit legen Sie das Formular der Hausarbeit bei und reichen diese beim Prüfer fristgerecht ein. Abgabefrist für Hausarbeiten, die zu Seminaren eines Sommersemesters geschrieben werden, ist der 31. September.

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