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Jüdische Philosophie im 20. Jahrhundert (Cohen, Rosenzweig, Benjamin, Buber, Jonas, Levinas)

Do., 12 (c.t.) - 14 Uhr, 20.10.'16-09.02.'17, wöchentlich, HG / 1.070, Prof. Dr. Michael Schulz

Seminar: Do., 12 (c.t.) - 14 Uhr

Frequenz: wöchentlich

Zeitraum der Veranstaltung: 20.10.2016 bis 09.02.2017

Raum: HG / 1.070

Lehprersonen: Prof. Dr. theol. Michael Schulz

 

Beschreibung:

Jüdische Philosophie gibt es an sich nicht; das jüdische Volk hat aus sich heraus keine Philosophie entwickelt. Sie musste aus Griechenland importiert werden. Eine Philosophie des Judentums entstand, beginnend mit Philo von Alexandrien (um 15/10 v. Chr. - 40 n. Chr.). Im Mittelalter sticht Maimonides (1138-1204) hervor. In der Zeit der Aufklärung suchen Baruch Spinoza (1632–1677) und Moses Mendelssohn (1729-1786) eine Versöhnung des Judentums mit der Moderne.

Das Jahrhundert der Weltkriege und der Shoah fordert das jüdische Denken in bislang nie gekannter Weise heraus: Hermann Cohen (1842-1918), Franz Rosenzweig (1886-1929), Walter Benjamin (1892-1940), Martin Buber (1878-1965), Simon Weil (1909-1943), Hannah Arendt (1906-1975), Theodor Wiesengrund Adorno (1903-1969), Hans Jonas (1903-1993), Emmanuel Levinas (1905/06-1995), Jacques Derrida (1930-2004) und andere stellen sich der ungeheuren Herausforderung. Sie leisten einen philosophischen Beitrag, den man niemals überschätzen kann.

Das Seminar konzentriert sich auf die Ansätze des 20. Jahrhunderts und vermittelt einen Überblick.

Literatur:

Joachim Valentin / Saskia Wendel (Hg.): Jüdische Traditionen in der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Darmstadt 2000.

Norbert M. Samuelson: Moderne jüdische Philosophie. Eine Einführung, Hamburg 1995.

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